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Lungenkrebs: Symptome, Diagnose und aktuelle Behandlungsmöglichkeiten
Quellen geprüft von: Doz. Dr. Ali Oğul·Letzte Aktualisierung: Oktober 2026
- 5 Min. Lesezeit
- 6 wissenschaftliche Quellen
- 4 Fragen und Antworten
Lungenkrebs ist eine Erkrankung, die durch die unkontrollierte Vermehrung von Zellen im Lungengewebe entsteht und deren Behandlung sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt hat. Heute wird der Behandlungsplan nicht nur nach dem Stadium, sondern auch nach den molekularen Eigenschaften des Tumors individuell festgelegt.
Kurzinformation
| Definition | Bösartiger Tumor, der von Zellen der Lunge und der Bronchien ausgeht |
|---|---|
| Wichtigste Risiken | Rauchen, Passivrauchen, Radon, Asbest, Luftverschmutzung |
| Häufige Symptome | Anhaltender Husten, blutiger Auswurf, Atemnot, Gewichtsverlust |
| Diagnose | CT, PET-CT, Biopsie, NGS und PD-L1-Testung |
| Behandlung | Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie, zielgerichtete Arzneimittel, Immuntherapie |

Was ist Lungenkrebs?
Lungenkrebs wird in zwei Hauptgruppen unterteilt: das nichtkleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC), auf das die große Mehrheit der Fälle entfällt, und das kleinzellige Lungenkarzinom (SCLC), das tendenziell schneller verläuft. Innerhalb des NSCLC sind das Adenokarzinom und das Plattenepithelkarzinom die häufigsten Subtypen. Diese Unterscheidung beeinflusst die Wahl der Behandlung unmittelbar [2].
Was verursacht Lungenkrebs? Risikofaktoren
Der wichtigste Risikofaktor ist das Rauchen; das Risiko steigt mit der Menge und der Dauer des Rauchens. Passivrauchen, berufliche Expositionen wie Radongas und Asbest, Luftverschmutzung, eine frühere Strahlentherapie im Brustbereich sowie Lungenkrebs in der Familie erhöhen das Risiko ebenfalls [1][2]. Lungenkrebs kann auch bei Menschen auftreten, die nie geraucht haben; in dieser Gruppe werden bestimmte zielgerichtet behandelbare genetische Veränderungen wie ALK häufiger gefunden [3].
Wie häufig ist Lungenkrebs?
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation war Lungenkrebs 2024 mit etwa 2,6 Millionen Neuerkrankungen die weltweit am häufigsten diagnostizierte Krebsart und steht auch bei den krebsbedingten Todesfällen an erster Stelle [1].
Was sind die Symptome von Lungenkrebs?
Im Frühstadium verursacht die Erkrankung oft keine Beschwerden. Mit fortschreitender Erkrankung können folgende Beschwerden auftreten:
- Ein lang anhaltender oder sich verändernder Husten
- Blutiger Auswurf
- Atemnot, Brust- oder Rückenschmerzen
- Heiserkeit, wiederkehrende Lungeninfektionen
- Ungeklärter Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit
Die meisten dieser Beschwerden treten auch bei anderen Erkrankungen auf; anhaltende Beschwerden, insbesondere bei Rauchern, erfordern jedoch eine ärztliche Abklärung.
Wie wird Lungenkrebs diagnostiziert?
Der Diagnoseprozess beginnt mit einer Computertomografie (CT) des Thorax; zur endgültigen Diagnose wird per Bronchoskopie, EBUS (endobronchialer Ultraschall) oder CT-gesteuerter Nadelbiopsie eine Gewebeprobe entnommen. Zur Stadieneinteilung werden PET-CT und eine MRT des Gehirns eingesetzt; die Erkrankung wird nach dem TNM-System in die Stadien I bis IV eingeteilt [2].
Warum sind molekulare Tests wichtig?
Beim fortgeschrittenen NSCLC wird empfohlen, das Tumorgewebe auf Veränderungen in EGFR, ALK, ROS1, BRAF V600E, KRAS G12C, MET-Exon 14, RET, NTRK und HER2 zu untersuchen. Für die gemeinsame Testung dieser Veränderungen ist die Next-Generation-Sequenzierung (NGS) ein praktikables Verfahren. Reicht das Gewebe nicht aus, kann eine Liquid Biopsy aus dem Blut helfen. Zudem wird bei der Entscheidung über eine Immuntherapie der PD-L1-Wert bestimmt [4][5].
Wie wird Lungenkrebs behandelt?
Der Behandlungsplan wird unter gemeinsamer Berücksichtigung von Stadium, Tumortyp, molekularem Profil und Allgemeinzustand der Patientin bzw. des Patienten festgelegt. Doz. Dr. Ali Oğul legt Wert darauf, die Krankenakten in einem interdisziplinären Tumorboard zu besprechen, an dem Fachleute für Thoraxchirurgie, Strahlentherapie, Radiologie, Nuklearmedizin und Pathologie teilnehmen.
Frühes und lokal fortgeschrittenes Stadium
Bei geeigneten Patientinnen und Patienten ist die Operation (meist eine Lobektomie) die Hauptbehandlung. Nach der Operation können zur Senkung des Rezidivrisikos eine Chemotherapie oder Immuntherapie, bei ausgewählten Patienten mit EGFR-Mutation Osimertinib ergänzt werden; bei einigen Patienten wird die medikamentöse Behandlung schon vor der Operation begonnen [2][3]. Im nicht operablen Frühstadium kommt eine stereotaktische Strahlentherapie in Betracht, im Stadium III eine Radiochemotherapie mit anschließender Immuntherapie [2].
Fortgeschrittenes Stadium: zielgerichtete Arzneimittel
Liegt im Tumor eine zielgerichtet behandelbare Veränderung vor, können oral einzunehmende zielgerichtete Arzneimittel eingesetzt werden (z. B. Osimertinib bei EGFR, Alectinib oder Lorlatinib bei ALK, Sotorasib oder Adagrasib bei KRAS G12C) [3][4].
Fortgeschrittenes Stadium: Immuntherapie und Chemotherapie
Gibt es keine zielgerichtet behandelbare Veränderung, können PD-1/PD-L1-Inhibitoren allein (bei hohem PD-L1-Wert) oder zusammen mit einer Chemotherapie gegeben werden [2][5]. Die Behandlung des kleinzelligen Lungenkarzinoms wird nach gesonderten Protokollen geplant.
Aktuelle behördliche Entwicklungen zu dieser Krebsart: Lungenkrebs: Aktuelle Entwicklungen
Nebenwirkungen und Nachsorge während der Behandlung
Die Nebenwirkungen hängen von der Behandlungsart ab: bei der Chemotherapie Müdigkeit und ein Abfall der Blutwerte, bei zielgerichteten Arzneimitteln Hautausschlag und Durchfall, bei der Immuntherapie immunvermittelte Effekte wie Entzündungen der Schilddrüse, der Lunge oder des Darms. Eine frühzeitige Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig, damit die Behandlung sicher fortgesetzt werden kann. Nach der Behandlung erfolgt die Nachsorge mit regelmäßigen Untersuchungen und CT; der Rauchstopp wird in jedem Stadium empfohlen.
Lässt sich Lungenkrebs verhindern?
Die wirksamste Maßnahme ist, gar nicht erst mit dem Rauchen zu beginnen oder damit aufzuhören. Für Menschen im Alter von 50 bis 80 Jahren mit mindestens 20 Packungsjahren, die derzeit rauchen oder in den letzten 15 Jahren aufgehört haben, wird ein jährliches Screening mit Niedrigdosis-CT empfohlen [6]. Ob ein Screening geeignet ist, sollte gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt beurteilt werden.
Häufige Fragen
Nein. Diese Arzneimittel wirken nur, wenn die entsprechende genetische Veränderung im Tumor nachgewiesen wurde; deshalb ist eine molekulare Testung vor der Behandlung wichtig [3].
Die Chemotherapie greift schnell teilende Zellen direkt an; die Immuntherapie hilft dem Immunsystem, Tumorzellen zu erkennen. Beide können auch kombiniert eingesetzt werden [5].
Ziel ist es, die Erkrankung unter Kontrolle zu halten, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten. Da das Ansprechen individuell unterschiedlich ist, sollten die Erwartungen ausführlich mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.
Rufen Sie +90 530 250 54 85 an oder schreiben Sie per WhatsApp an dieselbe Nummer. Die Sprechstunde ist Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr.
In der internistisch-onkologischen Ambulanz des Onkologischen Krankenhauses der Medizinischen Fakultät der Universität Mersin, Çiftlikköy-Campus, 33110 Yenişehir/Mersin, Türkei. Die Beurteilung erfolgt persönlich.
Bei Bedarf ja. Das interdisziplinäre Tumorboard tagt jeden Freitag von 09:00 bis 13:00 Uhr; die Reihenfolge von Operation, Strahlentherapie und medikamentöser Therapie wird gemeinsam geplant.
Ja. Eine Zweitmeinung ist ein üblicher Weg, den Behandlungsplan zu klären. Bringen Sie Pathologie-, Bildgebungs- und Entlassungsberichte zur Sprechstunde mit.
Pathologiebefund, Bildgebungsbefunde und nach Möglichkeit die Bild-CDs, Entlassungsbrief, aktuelle Blutwerte und eine Liste Ihrer Medikamente. Übersetzungen sind hilfreich, wenn die Unterlagen nicht auf Türkisch oder Englisch vorliegen.
Onkologische Beratung bei Lungenkrebs in Mersin
Wenn bei Ihnen Lungenkrebs diagnostiziert wurde oder die Abklärung noch läuft, können Sie sich für eine internistisch-onkologische Beratung bei Doz. Dr. Ali Oğul im Onkologischen Krankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Mersin (Çiftlikköy-Campus, 33110 Yenişehir/Mersin, Türkei) anmelden. Die medizinische Onkologie umfasst die Planung medikamentöser Therapien wie Chemotherapie, zielgerichtete Therapie, Immuntherapie und Hormontherapie, die Überwachung von Nebenwirkungen sowie die Nachsorge. Im Krankenhaus gibt es eine Tagesklinik, in der medikamentöse Therapien verabreicht werden.
Therapieentscheidungen werden im Team getroffen. Bei Bedarf werden Fälle im interdisziplinären Tumorboard besprochen, das jeden Freitag von 09:00 bis 13:00 Uhr mit Fachärztinnen und Fachärzten der beteiligten Fachrichtungen tagt.
Termine vereinbaren Sie telefonisch unter +90 530 250 54 85 oder per WhatsApp an dieselbe Nummer (Name, Diagnose, Anliegen; Befunde können mitgeschickt werden). Die Sprechstunde findet Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr statt. Über WhatsApp werden keine Diagnosen gestellt und keine Therapieempfehlungen gegeben; die Beurteilung erfolgt persönlich in der Sprechstunde. Die Gespräche finden auf Türkisch statt.
Termin
Beurteilung und Zweitmeinung
Wenn bei Ihnen Lungenkrebs diagnostiziert wurde oder Sie eine Zweitmeinung zu Ihrem aktuellen Behandlungsplan einholen möchten, können Sie sich mit Ihrem Pathologiebefund, Ihren Bildgebungsergebnissen und, falls vorhanden, molekularen Testberichten an Doz. Dr. Ali Oğul wenden.
Dieser Inhalt dient ausschließlich der Information; wenden Sie sich für Diagnose und Behandlung unbedingt an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Quellen
- 1Weltgesundheitsorganisation (WHO). Cancer – Fact sheet. Abgerufen: Oktober 2026 (Daten von 2024). https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/cancer
- 2National Cancer Institute (NCI). Non-Small Cell Lung Cancer Treatment (PDQ®) – Patient Version. Aktualisiert: 16.05.2025. https://www.cancer.gov/types/lung/patient/non-small-cell-lung-treatment-pdq
- 3American Cancer Society (ACS). Targeted Drug Therapy for Non-small Cell Lung Cancer. Zuletzt überarbeitet: 21.11.2025. https://www.cancer.org/cancer/types/lung-cancer/treating-non-small-cell/targeted-therapies.html
- 4Hendriks LE, et al. Oncogene-addicted metastatic non-small-cell lung cancer: ESMO Clinical Practice Guideline for diagnosis, treatment and follow-up. Ann Oncol. 2023;34(4):339-357. DOI: 10.1016/j.annonc.2022.12.009
- 5Hendriks LE, et al. Non-oncogene-addicted metastatic non-small-cell lung cancer: ESMO Clinical Practice Guideline for diagnosis, treatment and follow-up. Ann Oncol. 2023;34(4):358-376. DOI: 10.1016/j.annonc.2022.12.013
- 6U.S. Preventive Services Task Force (USPSTF). Lung Cancer: Screening – Recommendation. 2021. https://www.uspreventiveservicestaskforce.org/uspstf/recommendation/lung-cancer-screening
Die Links führen zu externen Quellen. Die Quellen waren im Oktober 2026 abrufbar.