Krebsarten

Häufige Krebsarten: Symptome, Diagnoseverfahren und aktuelle Behandlungsmöglichkeiten.

Blut- und Lymphsystem

Lymphome (Hodgkin und Non-Hodgkin): Symptome, Diagnose und Behandlung

Quellen geprüft von: Doz. Dr. Ali OğulLetzte Aktualisierung: Oktober 2026

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  • 5 wissenschaftliche Quellen
  • 4 Fragen und Antworten

Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome: Symptome, Diagnose, Stadien und Behandlungsgrundsätze, gemeinsam mit der Hämatologie. Information in Mersin.

Kurzinformation

DefinitionKrebserkrankungen der Lymphozyten (Hodgkin und Non-Hodgkin)
Wichtigste RisikenImmunschwäche, bestimmte Infektionen, Autoimmunerkrankungen
Häufige SymptomeSchmerzlose Lymphknotenschwellung, Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust
DiagnoseLymphknotenbiopsie, PET-CT, bei Bedarf Knochenmarkbiopsie
BehandlungJe nach Unterform Beobachtung, Immunchemotherapie oder Strahlentherapie; überwiegend durch die Hämatologie
Lymphom: abstrakte medizinische Illustration einer Gruppe von Krebszellen
Lymphom: symbolische abstrakte Illustration. Nicht anatomisch und nicht maßstabsgetreu. Für draliogul.com erstellt.

Was sind Lymphome?

Lymphome sind eine Gruppe von Krebserkrankungen, die von Zellen des Immunsystems (Lymphozyten) ausgehen. Unterschieden werden das Hodgkin-Lymphom und die Non-Hodgkin-Lymphome mit zahlreichen Unterformen (z. B. diffus großzelliges B-Zell-Lymphom, follikuläres Lymphom). In der Türkei werden Diagnose und Behandlung von Lymphomen überwiegend von hämatologischen Abteilungen durchgeführt; in manchen Zentren und Situationen ist auch die medizinische Onkologie beteiligt. Diese Seite dient der allgemeinen Information; welche Abteilung die Behandlung übernimmt, richtet sich nach der individuellen Situation und nach der Organisation der Einrichtung [1][2].

Risikofaktoren

Bei den meisten Lymphomen gibt es keine klare Ursache. Zustände mit geschwächtem Immunsystem (Organtransplantation, HIV), bestimmte Infektionen (EBV, Helicobacter pylori, Hepatitis C), Autoimmunerkrankungen und höheres Alter sind Risikofaktoren [2][3].

Welche Symptome treten auf?

Häufigstes Symptom sind schmerzlose, langsam größer werdende Lymphknoten am Hals, in der Achsel oder in der Leiste. Unerklärtes Fieber, Nachtschweiß und ungewollter Gewichtsverlust von mehr als 10 % in den letzten 6 Monaten (‘B-Symptome’), Juckreiz, Müdigkeit und je nach betroffener Region Husten oder ein geschwollener Bauch können auftreten. Lymphknotenschwellungen, die länger als einige Wochen bestehen, sollten abgeklärt werden [1][3].

Die meisten dieser Beschwerden können auch andere Ursachen haben; anhaltende oder zunehmende Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung eines vergrößerten Lymphknotens, der möglichst vollständig oder als ausreichend großes Stück entnommen wird (Exzisions-/Stanzbiopsie); eine Feinnadelpunktion reicht in der Regel nicht aus. Zur Bestimmung der Unterform dienen Immunhistochemie und molekulare Tests. Zur Ausbreitungsdiagnostik wird eine PET-CT, bei Bedarf eine Knochenmarkbiopsie durchgeführt; Tests auf Hepatitis B, Hepatitis C und HIV sind vor der Behandlung wichtig [1][4].

Stadieneinteilung

Die Stadieneinteilung erfolgt nach der Lugano-Klassifikation (Stadium I–IV); die PET-CT dient sowohl der Stadieneinteilung als auch der Beurteilung des Ansprechens. Unterformspezifische Prognosescores (z. B. IPI) helfen bei der Festlegung der Therapieintensität [1][4].

Behandlungsmöglichkeiten

  • Grundsatz: Die Behandlung unterscheidet sich je nach Unterform stark; bei einigen langsam wachsenden Lymphomen kann ohne Beschwerden eine Beobachtung genügen, bei aggressiven Lymphomen wird zügig behandelt.
  • Hodgkin-Lymphom: ABVD oder je nach Stadium andere Chemotherapie-Schemata, bei ausgewählten Patienten Strahlentherapie; im fortgeschrittenen Stadium können Kombinationen mit Brentuximab Vedotin oder Nivolumab eingesetzt werden.
  • Diffus großzelliges B-Zell-Lymphom: Immunchemotherapie-Schemata wie R-CHOP oder Pola-R-CHP mit Polatuzumab Vedotin.
  • Rückfall: Optionen wie Hochdosis-Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation, CAR-T-Zelltherapie und bispezifische Antikörper werden in Zentren für Hämatologie und Stammzelltransplantation beurteilt [4][5].
  • Unterstützung: Infektionsschutz, Prophylaxe gegen eine Hepatitis-B-Reaktivierung und Impfungen sind Teil des Behandlungsplans.

Die Behandlung wird individuell geplant und berücksichtigt Stadium, Tumormerkmale, Allgemeinzustand und die Wünsche der Patientin oder des Patienten. Nicht jede hier genannte Option ist für jede Person geeignet.

Aktuelle Entwicklungen

CAR-T-Zelltherapien und bispezifische Antikörper haben die Behandlungsmöglichkeiten bei rezidivierten B-Zell-Lymphomen erweitert; diese Therapien werden in erfahrenen hämatologischen Zentren durchgeführt [4][5].

Unterstützung und Nachsorge während der Behandlung

Während der Behandlung werden nicht nur die Krebsmedikamente, sondern auch der Allgemeinzustand überwacht. Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Schmerzen, Infektionsrisiko und Stimmungsveränderungen werden bei jedem Termin erfragt; bei Bedarf werden vorbeugende Medikamente, Ernährungsunterstützung, Physiotherapie und psychosoziale Unterstützung geplant. Bei Fieber, Atemnot, nicht beherrschbarem Durchfall oder Erbrechen oder neu auftretenden starken Schmerzen sollte man sich an das Behandlungsteam wenden, ohne den geplanten Termin abzuwarten. Pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel können mit manchen Krebsmedikamenten wechselwirken; vor der Einnahme sollte das Behandlungsteam gefragt werden.

Die Nachsorge erfolgt mit klinischer Untersuchung und Blutuntersuchungen; die Häufigkeit routinemäßiger Bildgebung richtet sich nach Unterform und Leitlinie. Spätfolgen (Herz, Schilddrüse, Zweittumoren) sollten langfristig beobachtet werden.

Häufige Fragen

In der Türkei werden Lymphome überwiegend von hämatologischen Abteilungen behandelt; die medizinische Onkologie ist in manchen Situationen beteiligt. Die Weiterleitung an die richtige Abteilung erfolgt bei der ersten Beurteilung.

Häufigste Ursache einer Lymphknotenschwellung sind Infektionen. Schmerzlose, länger als einige Wochen bestehende oder wachsende Lymphknoten sollten abgeklärt werden.

Zur sicheren Bestimmung der Unterform muss der Aufbau des Lymphknotens beurteilt werden; daher wird meist der ganze Knoten oder ein ausreichend großes Stück entnommen.

Nein. Bei einigen langsam wachsenden Lymphomen kann ohne Beschwerden oder Organbefall eine engmaschige Beobachtung bevorzugt werden; aggressive Formen werden zügig behandelt.

Rufen Sie +90 530 250 54 85 an oder schreiben Sie per WhatsApp an dieselbe Nummer. Die Sprechstunde ist Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr.

In der internistisch-onkologischen Ambulanz des Onkologischen Krankenhauses der Medizinischen Fakultät der Universität Mersin, Çiftlikköy-Campus, 33110 Yenişehir/Mersin, Türkei. Die Beurteilung erfolgt persönlich.

Bei Bedarf ja. Das interdisziplinäre Tumorboard tagt jeden Freitag von 09:00 bis 13:00 Uhr; die Reihenfolge von Operation, Strahlentherapie und medikamentöser Therapie wird gemeinsam geplant.

Ja. Eine Zweitmeinung ist ein üblicher Weg, den Behandlungsplan zu klären. Bringen Sie Pathologie-, Bildgebungs- und Entlassungsberichte zur Sprechstunde mit.

Pathologiebefund, Bildgebungsbefunde und nach Möglichkeit die Bild-CDs, Entlassungsbrief, aktuelle Blutwerte und eine Liste Ihrer Medikamente. Übersetzungen sind hilfreich, wenn die Unterlagen nicht auf Türkisch oder Englisch vorliegen.

Onkologische Beratung bei Lymphome in Mersin

Wenn Sie an einem Lymphom erkrankt sind oder die Abklärung noch läuft, können Sie sich für eine internistisch-onkologische Beratung bei Doz. Dr. Ali Oğul im Onkologischen Krankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Mersin (Çiftlikköy-Campus, 33110 Yenişehir/Mersin, Türkei) anmelden. Die medizinische Onkologie umfasst die Planung medikamentöser Therapien wie Chemotherapie, zielgerichtete Therapie, Immuntherapie und Hormontherapie, die Überwachung von Nebenwirkungen sowie die Nachsorge. Im Krankenhaus gibt es eine Tagesklinik, in der medikamentöse Therapien verabreicht werden.

Lymphome werden häufig in der Hämatologie diagnostiziert und behandelt; je nach Lymphomtyp und behandelndem Team kann die medizinisch-onkologische Sprechstunde an Therapieplanung, Nachsorge oder Zweitmeinung beteiligt sein.

Therapieentscheidungen werden im Team getroffen. Bei Bedarf werden Fälle im interdisziplinären Tumorboard besprochen, das jeden Freitag von 09:00 bis 13:00 Uhr mit Fachärztinnen und Fachärzten der beteiligten Fachrichtungen tagt.

Termine vereinbaren Sie telefonisch unter +90 530 250 54 85 oder per WhatsApp an dieselbe Nummer (Name, Diagnose, Anliegen; Befunde können mitgeschickt werden). Die Sprechstunde findet Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr statt. Über WhatsApp werden keine Diagnosen gestellt und keine Therapieempfehlungen gegeben; die Beurteilung erfolgt persönlich in der Sprechstunde. Die Gespräche finden auf Türkisch statt.

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Beurteilung und Zweitmeinung

Wenn Sie an einem Lymphom erkrankt sind oder eine Zweitmeinung zu Ihrem aktuellen Behandlungsplan einholen möchten, können Sie sich mit Ihrem Pathologiebefund und Ihren Bildgebungsergebnissen an Doz. Dr. Ali Oğul wenden.

Dieser Inhalt dient ausschließlich der Information; wenden Sie sich für Diagnose und Behandlung unbedingt an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Quellen

  1. ESMO Clinical Practice Guidelines – Haematological malignancies. Abgerufen: Oktober 2026. https://www.esmo.org/guidelines/esmo-clinical-practice-guidelines-haematological-malignancies
  2. NCI – Lymphoma. Abgerufen: Oktober 2026. https://www.cancer.gov/types/lymphoma
  3. WHO Classification of Haematolymphoid Tumours (5th ed.). Abgerufen: Oktober 2026. https://tumourclassification.iarc.who.int/
  4. NCCN Guidelines – B-Cell Lymphomas; Hodgkin Lymphoma. Abgerufen: Oktober 2026. https://www.nccn.org/guidelines/category_1
  5. Lugano Classification (Cheson et al., J Clin Oncol 2014). Abgerufen: Oktober 2026. https://doi.org/10.1200/JCO.2013.54.8800

Die Links führen zu externen Quellen. Die Quellen waren im Oktober 2026 abrufbar.