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Systemische Therapien, lokale Verfahren und supportive Behandlung: Wirkweise, Einsatzgebiete und mögliche Nebenwirkungen.

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Strahlentherapie: Wie wird die Bestrahlung geplant?

Quellen geprüft von: Doz. Dr. Ali OğulLetzte Aktualisierung: Oktober 2026

  • 2 Min. Lesezeit
  • 4 wissenschaftliche Quellen
  • 3 Fragen und Antworten

Behandlung des Tumorbereichs mit energiereicher Strahlung. Der Plan wird von der Strahlentherapie erstellt. Die folgende Zusammenfassung ist eine allgemeine Information. Die geeignete Behandlung wird individuell im Tumorboard besprochen.

Kurzinformation

Wer führt sie durch?Das Team der Strahlentherapie. Die medizinische Onkologie bespricht den Zeitpunkt des Plans gemeinsam mit ihm.
ZielVerkleinern, die Operationsmöglichkeit unterstützen oder Schmerzen lindern.
SBRTWenige Sitzungen mit hochdosierter, aus mehreren Richtungen kommender Strahlung. Einzelheiten stehen auf der Seite zu ablativen Verfahren.
DauerIn vielen Schemata an Werktagen über einige Wochen.
Strahlentherapie: medizinische 3D-Illustration eines auf einen Tumor gerichteten Strahlenbündels
Strahlentherapie: medizinische 3D-Illustration. Nicht maßstabsgetreu. Originalillustration, erstellt für draliogul.com.

Was ist das?

Strahlentherapie bedeutet, energiereiche Strahlung auf den Tumorbereich zu richten. Die Strahlung schädigt die DNA der Zellen. Krebszellen können diesen Schaden möglicherweise nicht so gut reparieren wie gesunde Zellen. Die Behandlung wird meist von außen mit einem Gerät namens Linearbeschleuniger gegeben.

Dieses Verfahren wird von der Strahlentherapeutin bzw. dem Strahlentherapeuten geplant und durchgeführt. Ob das Arzneimittel zeitgleich mit der Bestrahlung gegeben wird, entscheiden die medizinische Onkologin bzw. der medizinische Onkologe gemeinsam mit ihnen im Tumorboard. Die Bestrahlung selbst führt die medizinische Onkologie nicht durch. Zahl der Sitzungen und Gesamtdosis werden nach der Tumorart und der Verträglichkeit des umgebenden Organs berechnet.

Wie wirkt sie?

Die Dosis wird an der Grenze berechnet, bei der sie den Tumor erreicht, das umgebende Organ sie aber noch verträgt. Das Zielvolumen wird auf den Bildern eingezeichnet, das umliegende Gewebe wird geschont. Intensitätsmodulierte und bildgeführte Techniken machen diese Berechnung präziser.

Bei manchen Schemata wird die Strahlung in kleinen täglichen Dosen über mehrere Wochen gegeben. Die stereotaktische Körperstrahlentherapie gibt in wenigen Sitzungen eine hohe Dosis auf ein enges Areal. Die Brachytherapie, die von innen erfolgt, ist ein eigenes Verfahren, bei dem die Strahlenquelle in eine Körperhöhle oder in das Gewebe eingebracht wird.

Bei welchen Krebsarten wird sie eingesetzt?

Häufige Beispiele sind Brust-, Lungen-, Prostata-, Kopf-Hals-, Rektumtumoren, gynäkologische Tumoren und viele Hirnmetastasen. Sie kann eingesetzt werden, um den Tumor vor der Operation zu verkleinern, das Tumorbett nach der Operation zu bestrahlen oder bei nicht operierbarer Erkrankung Kontrolle zu erreichen.

Bei Beschwerden wie Knochenschmerzen oder Blutungen wird auch eine palliative Bestrahlung mit kürzeren Schemata gegeben. Welche Behandlung geeignet ist, wird im Tumorboard unter Beteiligung der jeweiligen Fachgebiete besprochen, wobei Art, Stadium und molekulare Merkmale der Krebserkrankung sowie der Allgemeinzustand gemeinsam berücksichtigt werden.

Wie wird sie verabreicht?

Zuerst findet eine Simulationssitzung statt: Die Person wird in Behandlungsposition gelagert, eine Haltevorrichtung, die die Bewegungslosigkeit sichert, kann angefertigt werden, und es wird eine Computertomografie durchgeführt. Die eigentlichen Sitzungen folgen diesem Plan und dauern an den meisten Tagen einige Minuten. Während der Bestrahlung wird kein Schmerz empfunden.

Hautmarkierungen oder kleine Tätowierungspunkte können zur Positionssicherung verwendet werden. Fällt eine Chemotherapie in dieselben Wochen, wird das Blutbild zwischen den beiden Teams ausgetauscht.

Bei der Nachsorge werden Blutuntersuchungen, Bildgebung und die Abfrage von Beschwerden gemeinsam beurteilt. Dosis oder Termin können je nach Nebenwirkungen und Organfunktion geändert werden. Die Liste der zu Hause eingenommenen Arzneimittel wird bei jedem Besuch aktualisiert. Plötzliches Fieber, Atemnot, unkontrollierter Durchfall oder Blutungen sollten noch am selben Tag gemeldet werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Müdigkeit und Rötung der bestrahlten Haut sind häufig. Je nach Region können Schluckbeschwerden, Durchfall, Beschwerden beim Wasserlassen oder Mundtrockenheit hinzukommen. Die meisten Nebenwirkungen klingen innerhalb von Wochen nach Ende der Behandlung ab. Einige Organwirkungen können später auftreten.

Fieber, Atemnot oder anhaltende Schmerzen sollten der Strahlentherapie und der medizinischen Onkologie gemeldet werden. Auf die Haut aufgetragene Produkte sollten vom Team gebilligt werden.

Häufige Fragen

Nein. Haarausfall tritt in dem Bereich auf, den der Strahl durchläuft, bei Schemata, bei denen er auf den Kopf gerichtet ist. Bei einer Bestrahlung des Körpers sind die Haare in der Regel nicht betroffen.

Nach Ende der Sitzung trägt die Person keine Strahlungsquelle und gibt keine Strahlung an ihre Umgebung ab. Bei manchen Behandlungen, bei denen eine radioaktive Quelle ins Innere eingebracht wird, werden kurzzeitige Vorsichtsmaßnahmen erklärt.

Bei klassischen Schemata geht man an jedem Werktag hin, und ein ausgelassener Tag senkt die Dosis. Bei Schemata wie der SBRT ist die Zahl der Sitzungen gering. Der Kalender ist der Plan der Strahlentherapie.

Quellen

  1. NCI. Radiation Therapy to Treat Cancer. https://www.cancer.gov/about-cancer/treatment/types/radiation-therapy
  2. ACS. Radiation Therapy. https://www.cancer.org/cancer/treatment-types/radiation.html
  3. Cancer Research UK. Radiotherapy. https://www.cancerresearchuk.org/about-cancer/treatment/radiotherapy
  4. NCI. External Beam Radiation Therapy. https://www.cancer.gov/about-cancer/treatment/types/radiation-therapy/external-beam

Die Links führen zu externen Quellen. Die Quellen waren im Oktober 2026 abrufbar.

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Beurteilung und Zweitmeinung

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Dieser Inhalt dient ausschließlich der Information; wenden Sie sich für Diagnose und Behandlung unbedingt an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.